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Team

Regie - Michaela Kirst und Sabine El Chamaa

Amerikanische Missionare sind mir zum ersten Mal im verschneiten Sankt Petersburg begegnet - im Frühjahr 1994. Wie Marktschreier standen sie an jeder Straßenecke, jeder Metrostation und forderten mit E-Gitarren in der Hand alle Vorbeigehenden auf, sich nach mehr als 80 Jahren „in Sünde“ endlich bekehren zu lassen.
Ich wusste noch nicht, dass die meisten dieser amerikanischen Missionare So genannte Evangelikale waren, und auch nicht was das bedeutet. Aber schon damals beschäftigte mich die Frage: Was bewegt Hunderte von Amerikanern ihren Job aufzugeben, ihr Zuhause zu verlassen, und stattdessen bei 20 Grad minus Bibeln in Russland zu verteilen? Mit dem Film „Menschenfischer“ habe ich endlich Antworten auf diese Fragen gefunden. Missionar Scott hat Sabine und mir erlaubt, ihn bei seiner Kirchengründung im „Sündenbabel“ New York zu begleiten. Und mir damit ermöglicht, einen wichtigen Aspekt der USA besser zu verstehen: God’s own country, das tiefreligiöse Amerika.
Ich lebe seit nunmehr drei Jahren als Dokumentarfilmerin und Journalistin in New York. Hergeführt hat mich ein Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Geblieben bin ich, weil mich diese „unglaublichste Stadt des Universums“ noch nicht wieder losgelassen hat. In Deutschland habe ich als Autorin für den WDR, das ZDF und AZ-Media gearbeitet. Im Moment bereite ich den Schnitt des Dokumentarfilms „Somebody has to do it“ vor, einem Porträt des einzigen professionellen „Crime Scene Cleaner“ der Stadt New York.

Aufgewachsen bin ich in Beirut, Libanon, wo ich zunächst meinen Abschluss in Theater und Film gemacht habe. 1993 bin ich nach Los Angeles gegangen um den Master of Fine Arts (MFA) an der Universität von Südkalifornien zu absolvieren, es schloss sich ein zweijähriges Stipendium im Rahmen einer wissenschaftlichen Assistenz und Lehrtätigkeit im Bereich Schnitt und Regie an. Mein Abschlussfilm „Day 50“ war 1998 nominiert im Finale der „Academy Awards“.

Von den Erfahrungen, die mich geprägt haben, möchte ich hier in aller Kürze drei nennen:

1998 war ich als directing supervisor of video archiving bei Zbiegniew Preisners Live-Konzert „Requiem for my Friend“ tätig, in Erinnerung an den Filmemacher Krzysztof Kieslowski, die Bühnenfassung inszenierte Edoardo Ponti am Wielki Theater (Polen). 2002 konnte ich als editing supervisor of writer beim Debutfilm des Regisseurs Edoardo Ponti mitwirken: „Between Strangers“ mit Sophia Loren und Malcolm Mac Dowell in den Hauptrollen, der seine Premiere bei dem Filmfestspielen in Venedig hatte. Und meine jüngster, selbst produzierter Kurzfilm „How beautiful is the Sea?“ führte mich nach Brasilien, wo er 2003 auf dem „Sao Paolo Mostra“-Festival erfolgreich präsentiert wurde und danach seine Reise antrat zu weiteren amerikanischen und europäischen Festivals.

Die Idee für „Menschenfischer“ ist im New Yorker Winter 2003 aus einer Zusammenarbeit mit Michaela heraus geboren worden. Wir haben angefangen mit Scott Rourk zu drehen, noch bevor die Finanzierung stand. Momentan sitze ich in Berlin im Schnitt. Bis jetzt kenne ich von der Stadt nicht viel mehr als die Wände des Schneideraums und die Bäume, die entlang der Straße vor meinem Fenster stehen … ich bin neugierig auf den Rest.

 

Herstellungsleitung - Brigit Mulders

Brigit Mulders (Herstellungs- und Produktionsleiterin) wurde in den Niederlanden geboren und zog im September 1989 nach Berlin. Sie arbeitet seit 1991 im Spielfilm- und Dokumentarfilmbereich, u.a. bei der Gerlinde Böhm Filmproduktion, Moana Film - Rudolf Thomé, Umbrella Films, Jost Hering Filme.
Mit der Filmproduktion November Film produzierte sie 2001 den Spielfilm "in den tag hinein", Regie: Maria Speth ( Tiger Award, Filmfestival Rotterdam, 2001 ).
Preisgekrönte Dokumentarfilme:
"Balagan" - Deutscher Filmpreis 1994, Filmband in Silber ( Regie: Andres Veiel), "Kinderland ist abgebrannt" - Deutscher Filmpreis 1998 ( Regie: Sibylle Tiedemann& Ute Badura ), " Nach dem Fall " - Golden Gate Award, San Francisco, 2000
( Regie:Frauke Sandig&Eric Black).
Preisgekrönte Spielfilme:
„Mein erstes Wunder“ – Max Ophülspreis 2003 (Regie: Anne Wild)
„Sugar Orange“ – Oldenburg Nachwuchspreis 2004 (Regie: Andreas Struck)

Schnitt - Lilian Franck

Bei der Produktion und beim Schnitt von „Die Menschenfischer“ ist mir besonders das ambivalente Gefühl in Erinnerung geblieben, welches ich dem sympathisch, energievollen Scott Rourk gegenüber hatte: Einerseits habe ich angefangen ihn zu mögen. Andererseits konnte ich viele seiner Überzeugungen bis zum Ende nicht verstehen, wie zum Beispiel die Einstellung der Southern Baptists Homosexuellen gegenüber. Ich denke, dass gerade diese Ambivalenz dem Film eine ganz besondere Spannung verleiht. Es entsteht eine kritisch-wache Neugier für Scott, die einen in den Film hineinzieht und gierig auf mehr Infos zum Thema macht.
Vor dem Schnitt für „Die Menschenfischer“ habe ich Dokumentarfilme und Dokumentationen für Fernsehen und Kino geschnitten, unter anderem für den SWR, ZDF, ARTE, France 3 (siehe Lebenslauf). Neben meiner Arbeit als freie Cutterin bin ich als Regisseurin und Produzentin für OVAL Filmemacher tätig. Von allen Phasen der Filmproduktion sitze ich am allerliebsten im Schneideraum! Hier transformieren sich alle Ideen und werden Film.

Musik und Mischung - Das Tonstudio STIL

Christian Hagitte und Simon Bertling sind ein fest eingespieltes Produktionsteam mit einem eigenem Tonstudio in Berlin. Neben der Komposition von Filmmusik, Mischung und Synchronisation von Dokumentar- und Spielfilmen haben sie unter ihrem eigenen Label STIL zahlreiche Hörspiele (u. a. die Hörspiel-DVD "Grube und Pendel" nach Edgar Allan Poe) für Lübbe, den Hörverlag und Universal Music produziert.

 

 

Grafik/Titel/Animationen - Gerhard Wolf

Ich habe in Würzburg Kommunikationsdesign studiert und 2002 das Diplom (FH) mit dem Zeichentrickfilm "the magic miracle motion picture show" erworben, der auf dem Sehsüchte Festival Babelsberg den Animationsfilmpreis gewann.

Bei E-H-M-A-N-N Productions zeichnete ich Tweening und Kontur für den Film "Herbert Indianerfrosch", der für die ZDF-Kindersendung Siebenstein produziert wurde. Während verschiedener freiberuflicher Tätigkeiten in diversen Werbeagenturen als Grafik-Designer und Illustrator habe ich den Kontakt zum Film nie ganz verloren und prompt die Gelegenheit beim Schopfe ergriffen, als sich im Mai 2004 die Chance erbot, das Ovalfilm-Team zu ergänzen.

 

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