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Zur Entstehung

„Wie war’s Weihnachten?“
„Naja, wie immer. Viel gegessen, Familie und so. Und bei dir?”
„Anstrengend.“

Mit diesem Smalltalk fing alles an. Nur: Was wissen wir wirklich über die Rituale, Gewohnheiten, Rollenverteilungen und Konflikte der Familien unserer Freunde?
Wir waren uns schnell einig: Dokumentarisch arbeiten muss nicht immer heißen, dass man sich in entfernte, fremde Welten begibt. Wir wollen den Versuch wagen, im Ein-Personen-Team die eigene Familie zu dokumentieren. Und das zu dem einzigen wirklich festen Familientermin: Heiligabend. Die Familie dokumentieren und selbst Teil dieser Familie sein - diese Doppelrolle verstehen wir als besondere Herausforderung. Unser Ziel ist es, als teilhabender Beobachter unsere Sichtweise auf das, was uns so vertraut scheint, zu überprüfen und dabei unsere eigene Position zu definieren.

Wir, die um die 30-jährigen Filmemacher, stellen mit zunehmendem Alter fest, dass die alljährliche Heimkehr vertraut und befremdlich zugleich ist. Vertraut, weil Weihnachten „wie immer“ ist, weil sich an den familiären Ritualen, Gesprächsthemen und Konflikten im Laufe der Jahre nicht viel verändert hat. Befremdlich, weil sich mit unserem Erwachsenwerden und dem Weggang von Daheim die Perspektive auf dieses Daheim verschoben hat. Wir begegnen nicht nur unseren Eltern, unseren Geschwistern und den anderen Verwandten, sondern wir begegnen auch uns selbst.

Matthias Luthardt