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Omen
1988 - 1998

Vor zehn Jahren öffnete ein neuer Club in Frankfurt/Main, wo Freitags ein gewisser DJ namens Sven Väth Freestyle-Platten auflegte. In den darauf folgenden Jahren spezialisierte man sich dort auf Techno, aus Sven Väth wurde ein international erfolgreicher DJ und Produzent. Erst im Dezember '97 / Januar '98 faßte ich den Entschluß, diesen legendären Club erstmals zu besuchen, um die Location und nicht zuletzt den DJ Sven Väth kennenzulernen, da es Schließungsgerüchte gab und das Omen Ende März '98 geschlossen werden sollte. Wie Eingangs bereits erwähnt war ich bis zu diesen Zeitpunkt kein großer Fan von Techno, aber bei meinen ersten Besuch im Omen am 16. Januar '98 wurde ich von Sven Väth "bekehrt"! In den darauffolgenden Monaten war ich ein- bis zweimal im Monat im Omen zu Gast, um Sven Väth, die Location Omen und nicht zuletzt auch die Stadt Frankfurt/Main wiederzusehen. Die Fazination des Omens kann ich nicht so richtig in Worte fassen. Zum einen ist die Location an sich eine der besten, die ich kenne. Zum anderen ist Sven Väth einer der besten DJ's, die ich kennengelernt habe. Daher war das Omen fast immer bis zum Rand gefüllt. Gegen 3 - 4 Uhr am Morgen standen gigantische Menschenmengen vor dem Omen, die alle rein wollten, aber nicht konnten, da der Club ja schon gefüllt war! In gut gefüllten Clubs entwickelt sich "zwangsläufig" eine gute Atmosphäre, so das ich stets einen super Abend im Omen verbracht habe, den ich aus Köln so nicht kenne! Super Location, klasse DJ's (mehr dazu später), super Atmosphäre, danach wurde ich regelrecht süchtig! Der Nachteil bestand aus der langen Fahrt nach Frankfurt und den etwas überhöhten Preisen (Cola für 7 DM, Bier für 8 DM und ein Red Bull für schlappe 10 DM). Die Sucht war stärker, ich sah über die Kosten hinweg und fuhr immer wieder hin. Die Erinnerung an die vielen durchgefeierten Nächte zog mich immer wieder ins Omen. Am 16./17.10.98 sollte es endgültig so weit sein : das Omen wird geschlossen! Im Oktober '98 legten wahrscheinlich zum letzten Mal viele DJ's im Omen auf, die international bzw. national in der Szene bekannt sind. Darunter auch Sven Väth, mit dem alles begann.
In den zehn Monaten, in denen ich Stammgast im Omen war, habe ich diverse Künstler hinter den Turntables bzw. live auf der Bühne erleben dürfen - Sven Väth, Chris Liebing, Adam Beyer, Pauli, Alter Ego (live!), Josh Wink, Tobias Schmidt (live!), Richie Hawtin, Justin Berkovi (live!), Bandulu (live!), Porter Ricks (live!), DJ Tobi, Claude Young, Surgeon und Cari Lekebusch.

Das "10 years and goodbye" - Weekend

Fr, 16.10.98 : An diesen Abend war ich erst kurz nach Mitternacht in Frankfurt. Auf den Weg von der Autobahn zum Omen geriet ich in einen Stau! Dieser war aber nicht auf eine Baustelle zurückzuführen, es lag vielmehr daran, daß fast alle Autos in die Junghofstr. wollten, ins Omen! Im Parkhaus endlich angekommen, fand ich erst in der 4. Etage (!) einen Parkplatz. Vor dem Omen war ich nicht der einzige, der rein wollte. Um 00:40 Uhr war eine Megaschlange vor dem Club, die halbwegs durch Drängelgitter gebändigt werden konnte. Erst zwei Stunden später konnte ich rein, weil der Club bis zum Rand gefüllt war und daher nur soviele neue Gäste rein konnten, wie andere Gäste zuvor den Club verlassen hatten. Das erste Set von Sven Väth hatte ich versäumt, aber der Gast-DJ Cari Lekebusch konnte mich von Anfang an überzeugen. Daß im Club eine saunamäßige Hitze war, muß ich nicht extra erwähnen, oder? Daher hatte ich schon sehr früh das Verlangen, nach Hause zu fahren. Sven legte - wie immer - fantastisch auf, so daß ich trotz der vielen Probleme auf meine Kosten kam und mit einen zwiespältigen Gefühl nach Hause fuhr. Einerseits war die Musik und die Atmosphäre unglaublich, zum anderen war es der letzte Freitag im Omen.
Zum Thema "Das Omen und die günstigen Preise'", der Eintritt lag bei 30 DM und es wurden T-Shirts mit aufgesticktem 'Omen 1988 - 1998' - Schriftzug für lächerliche 40 DM verkauft.

Die letzten Worte

Im Groove Readers Poll '98 fand ich die folgenden Worte, mit denen jeder Omen-Stammgast seine eigenen Erfahrungen gemacht haben dürfte :
  • Wir Kinder vom Omen-Klo
  • Aus dem Weg, der Meister muß pissen. (Sven Väth)
  • Isch leg' jetzt noch eine uff, und Ihr seid alle druff. (Sven Väth beim Love Park)
  • Der Letzte macht das Omen zu.
  • Isch geh net! (Zwischenrufer im Omen nach der allerletzten Platte)

Das endgültige Ende: Abriss vom Parkhaus

Im April 2001 wurde das Parkhaus Junghofstraße 14 endgültig abgerissen. Der Club Omen befand sich im Parkhaus, Zugang über den Eingang in der Junghofstraße Richtung Rossmarkt.

© Michael Jarke

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